Variant Control (Schwerlastanlagen)
Challenge
Ein globaler OEM entwickelte eine hochmodulare Produktplattform mit tausenden möglichen Konfigurationen. Für das Produktmanagement entstand entscheidungsrelevante Unsicherheit: Die Kombination aus Variantenvielfalt, impliziten Konstruktionsregeln und verteiltem Wissen drohte Abstimmungsaufwände zu erhöhen, Angebotsprozesse zu verlangsamen und Fehlkonfigurationen erst spät sichtbar zu machen. Ohne systematische Unterstützung drohten fragmentiertes Regelwissen, Abhängigkeiten des Vertriebs von technischen Freigaben sowie Umplanungen und Mehrkosten durch überlappende oder widersprüchliche Constraints.
- Wie lassen sich verstreute Konstruktionsregeln, Abhängigkeiten und Einschränkungen konsistent erfassen und entscheidungsfähig machen?
- Welche Konfigurationen sind technisch zulässig und marktfähig, ohne jede Variante einzeln prüfen zu müssen?
- Wie kann das Produktmanagement Vertrieb und Fertigung frühzeitig befähigen, valide Angebote zu erstellen, ohne zusätzliche Freigabeschleifen zu erzeugen?
Lösung
Um die drohende Komplexität aus modularer Plattform, fragmentiertem Regelwissen und tausenden Konfigurationsmöglichkeiten beherrschbar zu machen, wurde der KI Co-Worker direkt in die Arbeit des Produktmanagements eingebettet. Er konsolidierte über 4.000 Seiten Handbücher, Richtlinien und interne Dokumente zu einer einheitlichen Wissensbasis, strukturierte die Variantenlogik auf Modulebene und erstellte eine maschinenlesbare Constraint-Matrix für über 200 Plattformmodule. Auf dieser Grundlage leitete der Co-Worker automatisiert über 50 marktfähige, compliance- und energieeffizienzkonforme Konfigurationen ab. Dadurch verlagerte sich das Produktmanagement von reaktiver Einzelprüfung hin zu systematischer Entscheidungsautonomie: Varianten, technische Einschränkungen und regulatorische Anforderungen wurden frühzeitig integriert, Gate-Entscheidungen beschleunigt und Abstimmungsaufwände signifikant reduziert.
- Wissensextraktion: Analysierte über 4.000 Seiten Handbücher, Richtlinien und interne Dokumente, wodurch alle relevanten Konstruktionsregeln, Abhängigkeiten und Compliance-Anforderungen konsolidiert und transparent wurden.
- Constraint-Matrix: Erstellte eine maschinenlesbare Matrix für über 200 Module mit Vorschriften, Kompatibilitäten und Energieeffizienzkennwerten, so dass PM Entscheidungen auf belastbaren Daten statt Annahmen treffen konnte.
- Automatisierte Variantenableitung: Generierte mehr als 50 marktfähige Konfigurationen, die alle regulatorischen, funktionalen und energieeffizienzrelevanten Anforderungen erfüllten, wodurch Freigaben, Vertriebsprozesse und Portfolio-Fokus deutlich beschleunigt wurden.
Resultate
Der KI Co-Worker ermöglichte dem Produktmanagement, die hochmodulare Plattform effizient und systematisch zu steuern. Durch die Konsolidierung von über 4.000 Seiten Handbüchern, Richtlinien und internen Dokumenten konnte PM alle relevanten Konstruktionsregeln, Abhängigkeiten und Compliance-Anforderungen frühzeitig integrieren. Dies verschob das Team von reaktiver Einzelprüfung zu proaktiver Entscheidungsführung: Varianten wurden valide und marktfähig abgeleitet, und Abstimmungszyklen mit Engineering konnten deutlich reduziert werden.
Gleichzeitig beschleunigte der Ansatz die Vertriebsprozesse, minimierte Fehlkonfigurationen und Nacharbeiten und schuf die Grundlage für wiederholbare, skalierbare Entscheidungsprozesse für zukünftige Plattform-Generationen. Das Team konnte Risiken früh erkennen, Entscheidungen schneller treffen und den Portfolio-Fokus klarer priorisieren. Insgesamt erhöhte sich die Effizienz des Produktmanagements deutlich, und die Qualität der abgeleiteten Konfigurationen stieg signifikant.
900%
Mehr validierte Varianten. PM konnte ein deutlich breiteres Set an marktfähigen Konfigurationen prüfen und priorisieren.
71%
Schnellere Angebotserstellung. Entscheidungen zu Variantenfreigaben liefen in Tagen statt Wochen, PM konnte Sales effizienter unterstützen.
60%
Weniger Engineering-Abstimmungsaufwand. PM konnte Entscheidungen treffen, ohne jede Konfiguration mühselig mit Engineering abstimmen zu müssen.